Jugendwohngemeinschaft I (JWG I)

 

Gruppensprecherin: Isabell  (19 Jahre)

 

Hallo,

ich wohne seit November 2016 in der JWG I und bekleide seit Anfang Februar 2017 das Amt der Gruppensprecherin.

Ich habe viel Spaß daran.

Meine Hobbys sind reiten, Freunde treffen, schwimmen und lesen.

 

 


Zielgruppe

 

Die Jugendwohngemeinschaft ist ein vollstationäres Angebot. Aufgenommen werden bis zu acht Jugendlichen ab 15 Jahre und junge Volljährige.

 

Die Maßnahme ist notwendig und geeignet für Jugendliche und junge Volljährige,

  • deren Entwicklung, Erwachsen werden, und Verselbstständigung in ihrem bisherigen Umfeld, in ihrer Familie oder mit Hilfe von reduzierten Betreuungsformen nicht sichergestellt ist;
  • die nicht mehr mit den Rahmenbedingungen einer Regelwohngruppe oder des Elternhauses zurechtkommen, aber noch überfordert sind, allein zu leben;
  • die Unterstützung bei der Verselbstständigung und dem Aufbau eines eigenen Lebensumfeldes benötigen;
  • die ein kontrolliertes, überschaubares Lebensfeld mit pädagogischer Betreuung benötigen;
  • die in den Prozess der Verselbstständigung Unterstützung einsteigen;
  • die im Rahmen der Verselbstständigung Unterstützung benötigen.

Anschrift:

Jugendwohngemeinschaft I
Scheier Str. 50

31675 Bückeburg

 

zur Standort-Karte

 


Ökologische/Pädagogische Grundhaltung


 

Fachbereichsleitung:

Mareike Prieß

Telefon: 0 57 22 / 28 01-13

E-Mail: m.prieß@jugendhof-gotteshuette.de

 


 

Teamleitung:

Sandra Beckemeyer

Telefon: 0 57 22 / 89 09 236

E-Mail: jwg@jugendhof-gotteshuette.de

 


 

Mitarbeiter: 4,25 Stellen

 

Plätze: 9

 


 



Ziele

Die Verselbständigung der Jugendlichen ist das Hauptziel unserer Arbeit in der Jugendwohngemeinschaft I. Wir wollen die Jugendlichen begleiten und anleiten, selbständig und eigenverantwortlich zu handeln und zu leben.

Vor dem Hintergrund des allgemeinen pädagogischen Ansatzes können folgende Zielsetzungen möglich sein:

  • Eigenverantwortliche Gestaltung der Tagesstruktur;
  • Eigenverantwortliche Lebensführung;
  • Entwicklung realistischer Lebensziele und der Schritte zu deren Erreichung;
  • Gestaltung des Überganges Schule/ Beruf;
  • Vorbereitung und Aufbau eines eigenen Lebensumfeldes;
  • Sicherheit bei der Bewältigung des eigenen Lebensalltag, Bewältigung von Krisen;
  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung;
  • Unterstützung beim Ablösungsprozess zu der Herkunftsfamilie und der Neugestaltung der Beziehung zur Familie.

 

Konzeptionelle Schwerpunkte:

Alltagsstrukutur

Durch klar gegliederte Tages- und Wochenaufgaben wird den Jugendlichen die nötige Orientierung zur Bewältigung des Alltags gegeben. Regelmäßige Gespräche, Einzeltrainings, gemeinsames Einkaufen, Umgang mit Finanzen, Gruppengespräche und Gruppenaktivitäten sollen den Jugendlichen hohe Partizipationschancen zur Entwicklung der eigenen Selbständigkeit bieten.

Der Jugendliche lernt einen konstruktiven Umgang mit der eigenen Freizeit. Die Mitgliedschaft in Vereinen wird gefördert. Jeder Jugendliche soll seine Interessen entdecken können und lernen, diesen verlässlich nachzugehen.

Die Jugendlichen haben die Verantwortung für ihr Zimmer, ihre Wohneinheit und ihr Eigentum entsprechend zu tragen.

Im Alltag versuchen wir, ein hohes Maß an Stabilität, Verlässlichkeit und Verfügbarkeit bereitzuhalten.

Beziehungsarbeit

Im Rahmen des Bezugserziehersystems hat jeder Jugendliche einen festen Ansprech-partner, der ihm bei seiner persönlichen Lebensgestaltung unterstützend zur Seite steht. Dabei stellen sich die Bezugserzieher/innen individuell auf die jeweiligen Herkunftssituationen ein und sind vertraute Begleiter beim Erreichen persönlicher Ziele und bei nicht planbaren Krisen.

Elternarbeit

Für die Jugendlichen verlieren erfahrungsgemäß die Eltern im Rahmen ihrer Ablösung zunehmend an Bedeutung, haben im Leben der Jugendlichen aber dennoch einen besonderen Stellenwert. Die adäquate Pflege der familiären Kontakte verstehen wir als Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. Ziel ist eine vertrauensvolle, verlässliche Zusammenarbeit von Gruppe und Sorgeberechtigten. Wenn keine Kontakte zu den Eltern mehr möglich sind, besteht die Aufgabe der Mitarbeiter darin, die Elternbeziehung gemeinsam mit den Jugendlichen aufzuarbeiten.

Eine Verbindung zum alten Lebensumfeld kann, wenn es angebracht erscheint, auch über Freunde, Verwandte und das alte Netzwerk des Jugendlichen aufrechterhalten werden.


 

Zusammenarbeit mit der Schule

Schule ist ein wichtiger Bestandteil des Alltags der Jugendlichen. Wir versuchen, den Lehrerinnen und Lehrern ein Bild von den Besonderheiten unserer Arbeit zu vermitteln. Ziel ist, dass auch die Lehrerinnen und Lehrer die Möglichkeiten und Bedürfnisse der Jugendlichen erkennen und darauf eingehen können. Auch hier wird mit den Jugendlichen perspektivisch an ihrer Selbständigkeit gearbeitet und gemeinsam eine berufliche Zukunft erarbeitet.

Für Jugendliche, bei denen ein Übergang von der Regelschule/Förderschule in den Beruf bzw. Weiterleitung an berufsbildende Schulen ansteht, verfügt der Jugendhof über eine in diesem Aufgabenfeld qualifizierte Sozialarbeiterin, die unabhängig von der Wohngruppe mit Jugendlichen ab der 8. Klasse eine realistische Berufsperspektive erarbeitet. Bestandteile dieser Planung sind:

  • Bewerbungstraining;
  • Steuerung und Organisation des Überganges in weiterführende Schulen, Bildungsmaßnahmen oder Ausbildung;
  • Erwerben erforderlicher Kenntnisse über Bildungs- und Ausbildungswege;
  • Ermöglichen von entsprechenden Praktika.

Infrastruktur

Die JWG I liegt auf dem Kernheimgelände des Jugendhofes Gotteshütte in Kleinenbremen (Porta Westfalica) und hat somit auch Zugriff auf den weitläufigen Außenbereich mit Sport- und Basketballplatz, Freibad und Nutzungsmöglichkeit der Turnhalle. Bus- und Bahnanbindungen nach Minden, Bückeburg und Stadthagen ermöglichen einen großen Einzugsbereich zur Nutzung von Regelschulen, Berufsschulen und Ausbildungsstätten vielfältiger Art. Arztpraxen und Vereine liegen in Reichweite von 3-10 km, es befindet sich eine Bushaltestelle sehr nah an der Wohngruppe. Die Stadt Minden ist ca. 10 km entfernt, die Stadt Bückeburg  ca. 4 km. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, dass Schulen im Landkreis Schaumburg besucht werden können.

 
Seite drucken  |  nach oben